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Die Königskapelle

Im Park des Schlosses Berg hatte sich der König im Jahre 1876 eine Kapelle erbauen lassen,
nachdem er bisher zur Filialkirche nach Berg (Pfarrei Aufkirchen) zum Gottesdienst
gekommen war.
Verschiedene Umstände machten es aber nötig, eine eigene Kapelle errichten zu lassen. In der
"Königskapelle" befindet sich heute noch der aus Eichenholz geschnitzte Altar.

   

Die Königskapelle - verträumt hinter Bäumen          Die Apsis der Königskapelle              

Ein Deckengewölbe in herrlichstem Blau, bestreut mit goldenen Sternen, stellt das
Firmament dar. Auf Leinwand gemalte Bilder von Prof. Hauschild aus München bedecken alle Wände. Sie sind von den Einbrechern zum Teil aufgeschlitzt worden. Über dem Sakristeigang befindet sich das Bild über die Taufe des Frankenfürsten Chlodwig (Ludwig). Gegenüber sehen wir Ludwig IX. von Frankreich, einem Heiligen, den Namenspatron des Königs mit Krone, Ritterrüstung, dem Königsmantel und der Kreuzesfahne. Im Kirchenschiff selbst die Patrone des bayerischen Hausritterordens St. Georg, hoch zu Roß in Schwanenritterrüstung den Drachen bekämpfend und der reiche Fischfang des Petrus. Daneben die Bekehrung des Paulus, dann zur Linken das Bild des Gekreuzigten und rechts die Auferstehung, darüber Gott Vater mit dem Hl. Geiste. Der untere Teil der Wände ist mit geschnitztem Holz ausgeschlagen, in das fast unsichtbar Löcher zur Luftzirkulation eingekerbt sind. Im Turm hängt noch das kleine Glöcklein, das dann und wann einmal ertönte. Seit dem 18. Oktober 1900 erklang es nicht mehr. Das Seil ist gerissen und nur noch der Wind bewegt die Glocke. Der Boden selbst ist mit einfachen Platten belegt, die sich im Laufe der Jahre abgesenkt haben. Die Kapelle wird seit dem Tod des Königs nicht mehr benützt. Der Betschemel wurde später in die neuerbaute Votivkapelle
gebracht. Bei den Gottesdiensten wurde vom König außer dem Geistlichen und einem Ministrantenbuben auch kein Mesner in der Sakristei geduldet. Sicherheitsgründe mögen hier eine Rolle gespielt haben.